Kaffee
Eine Kulturgeschichte
Ferre, F.
Tuebingen: Wasmuth, 1991
Dieser Bildband erlaubt eine spannende Reise ins Wunderland des Kaffees. Sie nimmt ihren Ausgang bei den Erzählungen von Tausend und einer Nacht und den Berichten seefahrender Abenteurer. Sie führt vom Goldenen Horn in die Stadt der Dogen, wo man bei Florian, Goldoni und Casanova den Libertin trifft, weiter nach Florenz, Rom, Venedig, Triest, Padua und Turin, wo zur Zeit der italienischen Einigung berühmte Kaffeehäuser entstehen. Aber auch in den anderen europäischen Hauptstädten wie London, Wien, Leipzig, Berlin und Madrid entwickelt sich die Liebe zum Kaffee, desgleichen in Frankreich, wo der Besuch Soliman Agas des Botschafters der Hohen Pforte, am Hofe des Sonnenkönigs heftigumstrittener Auslöser war. Mit der Eröffnung des "Procope" in Paris im Jahre 1686, welches Voltaire und die Enzyklopädisten frequentierten, wird der Kaffee erst wirklich salonfähig. Die Cafés im Palais-Royal und später auf den grossen Boulevards und zuletzt rund um "Les Halles" folgten. In "Kaffee - eine Kulturgeschichte" wird das soziale Umfeld der Kaffehäuser und ihr Einfluss auf Sitten, Politik, Literatur, Kunst und Medizin verschiedener Epochen dokumentiert. Daneben wird aber auch der Werdegang des Kaffees von der Pflanze bis zur gerösteten Bohne hin verfolgt, und auch die technische Aspekte der Verarbeitung der Kaffeefrucht werden nicht ausser Acht gelassen.